• Einweihung im Mai 2015
    Einweihung im Mai 2015

    Grüner Teppich für das Eggetal - mit Flutlichtanlage.

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Dioxinwerte an der Lübbecker Hauptschule überschreiten Grenzwert / Entscheidung für Börninghausen. Im Zusammenhang mit dem gesperrten Sportplatz in Börninghausen ist die NW auf eine weitere unsanierte Fläche gestoßen. Obwohl seit Anfang der 90er Jahre bekannt war, dass die Laufbahn der Lübbecker Wiehenwegschule belastet ist, steht sie – zusammen mit dem Platz in Börninghausen – bis heute auf der Dioxin-Liste der Bezirksregierung.

Erlaubt sind maximal 1.000 Nanogramm Dioxin pro Kilogramm, belastet ist die Aschebahn des Sportplatzes an der Hauptschule Wiehenweg in Lübbecke mit 1.500 Nanogramm. Damit ist die Belastung verglichen mit anderen Flächen im Kreisgebiet zwar deutlich geringer, liegt aber immer noch 50 Prozent über dem gesetzlich zulässigen Höchstwert.

Die Dioxin-Liste der Bezirksregierung in Detmold belegt zudem, dass der Stadt das Messergebnis seit 1991 bekannt war. Im Gegensatz zu anderen Kommunen hat Lübbecke die Bahn aber nicht saniert. Neben dem Sportplatz in Börninghausen gehört die Aschebahn laut der zuletzt im Herbst 2009 aktualisierten Liste deshalb zu den letzten bekannten Flächen im Kreis Minden-Lübbecke, von denen noch eine Gesundheitsgefährdung ausgehen könnte.

Auf Nachfrage am Dienstag in der Lübbecker Stadtverwaltung sagte Fachbereichsleiter Rolf Kleffmann, er habe durch die Anfrage der NW davon erfahren, dass auch ein Lübbecker Standort noch saniert werden müsse. Der damals gemessene Wert liege zwar deutlich unter dem in Börninghausen. Dennoch wolle man umgehend reagieren.

Die Reaktion folgte am späten Dienstagnachmittag in Form einer Stellungnahme der Stadtverwaltung. Darin heißt es unter anderem: Eine vom Landesamt für Wasser und Abfall NRW 1991/92 in Auftrag gegebene Untersuchung habe für die Laufbahn an der Hauptschule eine Dioxinkonzentration ergeben, die den Richtwert überschreite. Aus einer vorliegenden Einschätzung des Umweltministeriums aus dem Jahr 1991 folge, „dass bei Dioxinbelastungen in diesem Bereich bei sportlichen Aktivitäten auf diesen Flächen keine Gesundheitsgefährdung zu erwarten ist“.

Die Stadt Lübbecke, teilte Sprecher Peter Schmüser weiter mit, habe daraufhin 1992 entschieden, zunächst keine Sperrung der Flächen vorzunehmen. Weiterhin sei später im Zuge von Ausbesserungsarbeiten unbelastetes Material auf die kontaminierte Asche aufgebracht worden.

Seit der Entscheidung, so Schmüser weiter, hätten sich bis heute im regelmäßigen Austausch mit der Aufsichtsbehörde „keine neuen Erkenntnisse und auch keine neuen Bewertungen hierzu ergeben“. Die Stadt Lübbecke werde den aktuellen Fall in Börninghausen jedoch zum Anlass nehmen, um in Zusammenarbeit mit Experten und in Abstimmung mit Fach- und Aufsichtsbehörden „kurzfristig die Lage neu zu bewerten und gegebenenfalls notwendige Maßnahmen veranlassen“.

Der Aschenplatz in Börninghausen bleibt gesperrt und wird im Herbst nicht vom SV Eggetal -Börninghausen für Fußballtraining genutzt werden können. Das teilte der Pr. Oldendorfer Bürgermeister Jost Egen gestern der NW als Ergebnis eines Abstimmungsgespräches mit dem Umweltamt des Kreises Minden-Lübbecke und der Bezirksregierung Detmold mit. „Im Kern kann festgehalten werden, dass im Hinblick auf die sehr ausführlichen Untersuchungsergebnisse des Marsberg Materials durch das Land NRW von den Beteiligten derzeit ein akuter Handlungsbedarf nicht gesehen wird“, so der Bürgermeister.

Unabhängig davon zeigten die Ergebnisse des beprobten Bereiches mit Werten zwischen 10.700 und 126.300 Nanogramm Toxizität pro Kilogramm Trockenmasse nicht unerhebliche Überschreitungen des aktuellen Grenzwertes von 1.000 Nanogramm für Sportanlagen. Die Untersuchung 1991 hatte einen Messwert von 47.000 Nanogramm ergeben, der damals unterhalb des damals gültigen Grenzwertes gelegen haben soll. Die unterschiedlichen Messergebnisse der jetzigen Untersuchung begründete der Bürgermeister mit Proben von verschiedenen Stellen. Die höchsten Messwerte seien auf dem früheren Bolzplatz gemessen worden, der schon länger nicht mehr genutzt werde, aber mit beprobt worden sei.

Wie Egen herausstellte, sei der Sicherheit Vorrang zu geben. Niemand könne ausschließen, dass die vorliegenden Werte keine Gesundheitsgefährdung darstellten. Deshalb hätten sich alle Beteiligten dafür ausgesprochen, die zunächst vorsorgliche Sperrung in dem bisherigen Umfang beizubehalten. Alle Beteiligten seien sich einig, eine möglichst schnelle Sanierung der betreffenden Flächen durchzuführen.

Quelle: Neue Westfälische von Hans-Günther Meyer und Frank Hartmann

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ZWISCHENRUF von Frank Hartmann

Andere Gemeinden haben vorgemacht, wie verantwortungsvolle Verwaltungen sich verhalten, nachdem ihnen ihre dioxinbelasteten Flächen bekannt geworden waren. In Börninghausen und in Lübbecke haben die damals Verantwortlichen auf eine Sanierung verzichtet. Selbst 1997, als das Land NRW dafür eigens ein Programm auflegte und Zuschüsse vergab, ließen sie das Giftzeug im Boden. Bis heute.

Hätte die NW nicht nachgefragt und durch ihre Recherchen offenbar richtig Asche aufgewirbelt (hoffentlich unbelastete), wer weiß, ob die beiden Vorgänge nicht weiterhin in den Aktenschränken geblieben und dort irgendwann verstaubt wären.

In Lübbecke hat die Verwaltung jetzt wenigstens reagiert. Aber in Pr. Oldendorf, wo die Bezirksregierung jedes Jahr gemahnt und sogar eine neue Untersuchung die Belastung bestätigt hat, hielten Bürgermeister und Verwaltung monatelang still – unbeweglich wie Staubfänger. 

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s2smodern

Liebe Fußballfreunde!

Offensichtlich hatte der Sportredakteur der  Lübbecker Kreiszeitung gestern einen totalen Black-Out, als er geschrieben hatte, dass der Rasensportplatz wg. Schadstoffbelastung gesperrt werden musste und die Sportwoche der Fußballjugend wohl auf dem Aschenplatz durchgeführt werden müsse. Das ist natürlich völliger Unfug!

Der Aschenplatz wurde vom Bürgermeister gesperrt und nichts anderes.  Der Rasensportplatz ist in einwandfreiem Zustand und wird deshalb auch Schauplatz der Jugendwerbewoche sein. Auf meinen Anruf hin sagte der Redakteur, dass er da wohl etwas falsch verstanden habe. Im Lokalteil hätte der Sachverhalt ja richtig gestanden. Eine Korrektur der Meldung für die Donnerstagsausgabe könnte er leider nicht mehr bringen, da seine Seiten schon voll seien. Aber am Freitag würde er dann auf diesen Fehler hinweisen.  Ohne Worte...

Es muss übrigens klar gesagt werden, dass der Vorstand  die Platzsperre für völlig richtig hält, auch wenn uns dadurch jetzt erhebliche Probleme entstehen werden.

Die ganze Angelegenheit ist schon schlimm genug, ohne dass durch Falschmeldungungen weitere Unsicherheit verbreitet wird.

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s2smodern

Der Ascheplatz in Börninghausen ist dioxinbelastet. Eine Untersuchung des zuständigen Landesamtes ergab, dass die Grenzwerte überschritten werden. Die Stadt hat den Sportplatz gesperrt. Sie geht aber davon aus, dass die Belastung nicht allzu hoch ist.

platzsperre


Ob und wann der Ascheplatz saniert wird, ist noch nicht klar. Die Stadt will bald mit dem Umweltamt des Kreises und der Bezirksregierung besprechen, was getan werden muss.

Quelle: Radio Westfalica

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s2smodern

»Wir sitzen auf einer tickenden Zeitbombe. Der Aschenplatz ist belastet.« Der Vorstand des Sportvereins »Eggetal« hat bei der Jahreshauptversammlung auf eine mögliche Dioxinvergiftung hingewiesen. »Ich will jetzt Klarheit schaffen. In der Verantwortung stehe ich nicht nur als zweiter Vorsitzender des SV »Eggetal«, sondern auch als Anlieger«, betont Stefan Krämer.

Die Belastung mit Dioxin rührt bereits aus dem Jahre 1991. Damals wurden viele Aschenplätze gesperrt, nachdem Dioxin in der Asche gefunden worden war - mit zermahlenen, belasteten Dachziegeln sind damals die Aschenplätze befestigt worden. Nach etwa vier Monaten hob die Landesregierung die Platzsperren wieder auf.

platzsperre

 Steht auf dem Aschenplatz in Börninghausen, wie in dieser Fotomontage, bald das Absperrschild?
Der SV »Eggetal« will wissen, ob der Platz mit Giftstoffen belastet ist.

Der Zufall wollte es, dass der zweite Vorsitzende des SV »Eggetal«, Stefan Krämer, bei einem Spiel in Dielingen erfahren hat, dass dort die Aschenbahn saniert worden ist. Als Begründung wurde belastete Asche angegeben. »Das ist bei uns auch«, war sein erster Gedanke.

Im Jahre 1991 wurde auf dem Platz in Börninghausen nach Angaben der Vereinsspitze eine Belastung von 47 000 Nanogramm pro Kilogramm gemessen. Zulässig auf Sportplätzen in Wohngebieten sind 1000 Nanogramm und auf Plätzen in Industriegebieten 10 000 Nanogramm. Durch starkes Wässern wollte man nach Informationen dieser Zeitung das Problem in den Griff bekommen . Das gelang nicht, weil nicht ausreichend Wasser vorhanden gewesen sein soll.

Bei einer Messung im Jahre 2004 durch die Stadt Preußisch Oldendorf wurden nach wie vor 24 920 Nanogramm pro Kilogramm festgestellt. Diese Ergebnisse wurden laut Krämer weder an das Kreisumweltamt noch an die Bezirksregierung weitergeleitet. 2008 hat die Stadt eine Ascheschicht auftragen lassen. Danach sei nach Angaben der Vereinsführung nichts mehr passiert.

Frank Wübker, Vorsitzender des SV »Eggetal«, will Klarheit: »Ich möchte klipp und klar von der Stadt die Bestätigung, dass wir unsere Spieler und Kinder auf dem Platz spielen lassen können. Diesen Persilschein bekomme ich aber nicht.« Alle Plätze im Kreis Minden-Lübbecke sind laut Wübker nach der Sperraktion 1991 saniert worden. »In Börninghausen ist bis auf das Aufbringen einer Ascheschicht gar nichts passiert«, betont der Vereinsvorsitzende. Der Vorstand sieht sich insbesondere auch in der Pflicht, weil, laut Krämer, im Laufe der Jahre eine unverhältnismäßig hohe Zahl von Krankheitsfällen aufgetreten sei. Er sieht darin einen Zusammenhang: »Deshalb muss ich Klarheit schaffen«, unterstreicht Stefan Krämer. »Das sind Behauptungen, die in den Raum gestellt werden«, kommentiert der stellvertretende Bauamtsleiter der Stadt, Dieter Nordsiek. Nach seinen Worten sei die Belastung ständig zurückgegangen. Als »Quatsch« bezeichnet er den Vorwurf, dass der Sportplatz jetzt belastet sein soll. »Das wird hochgekocht, nach unserer Meinung ist alles in Ordnung«, betont er.

Angesichts der hohen Belastung 2004 ist es für die Verantwortlichen des Sportvereins unverständlich, dass die Stadt den Platz nicht sanieren ließ, zumal das Land bis zu 80 Prozent Zuschuss gewährt. In den nächsten Wochen soll eine Begehung des Platzes mit Jost Egen und Vertretern des Kreisumweltamtes erfolgen.

 Quelle: Westfalenblatt

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Sorge um Aschenplatz

Vorstand des SV  Eggetal möchte Klarheit über eventuelle Belastung des Sportplatzes in Börninghausen.

Ist der Aschenplatz des Sportvereins  Eggetal im Luftkurort Börninghausen noch immer mit Giftstoffen belastet? Diese Frage beschäftigt schon seit einiger Zeit den stellvertretenden Vorsitzenden Stefan Krämer. Der Anlass seiner Sorge sind Messproben von 1991 und 2004, deren Untersuchung erhöhte Dioxinwerte hervorbrachte. „Wir wollen den Platz vorerst nicht sperren lassen, sondern nur die Gewissheit, dass von ihm keine Umweltgefährdung ausgeht“, so Krämer.
Eine Sperrung habe es bereits 1991 gegeben, als man das Material, das aus zerstoßenen Dachpfannen besteht, so genanntes „Kieselrot aus Marsberg“, untersuchte. Zu jener Zeit seien viele Sportplätze dieser Art mit einer Plane abgedeckt worden – so auch in Börninghausen. Nach vier Monaten hob die Bezirksregierung durch einen schriftlichen Erlass des Ministeriums die Sperrung wieder auf – unter der Bedingung, ihn ständig feucht zu halten. Tatsächlich sei er nur ein einziges Mal aus dem Mühlenbach bewässert worden. „Nicht durchsetzbar“, hieß es. Damals betrug die Belastung 47.000 Nanogramm Dioxin pro Kilogramm, was den Toleranzwert von 1.000 Nanogramm in Wohngebieten deutlich übersteigt. So werde laut Krämer die Asche auch verweht und zu den Anwohnern getragen.

Die aktuellste Messung stammt von 2004. Noch immer war der Platz mit 24.920 Nanogramm belastet. Diese Ergebnisse seien der Stadt zwar mitgeteilt, aber von dieser weder an das Kreisumweltamt, noch an die Bezirksregierung weitergeleitet worden. Einzige Veränderung sei bisher eine Deckenerneuerung 2008 gewesen.„Seitdem ist nichts passiert“, so Krämer, der selbst zwei Mal wöchentlich auf dem Platz trainiert und schon auf etliche Schriftwechsel in dieser Angelegenheit zurückblicken kann.

Im Dezember 2009 beschloss der stellvertretende Vorsitzende, die Bodenschutzbehörde des Kreises anzurufen. „Das Gespräch verlief gut und die Stadt Pr. Oldendorf sollte benachrichtigt werden“, schildert er. Dieter Nordsiek, stellvertretender Leiter des Bauamts dazu: „Das Auftragen der neuen Schicht 2008 war keine Maßnahme gegen die Belastung, sondern sowieso fällig. Der bedenkliche Wert ist damals aber sehr wohl an die Bezirksregierung weitergeleitet worden.“ Seiner Ansicht nach sei der nächste Schritt, „erst einmal eine aktuelle Untersuchung durchzuführen.“ Erst dann seien Sorgen und weitere Schritte begründet.

„Momentan sind der Kreis und das Umweltamt am Zug“, schildert er. Für Ende April ist eine Platzbegehung mit Bürgermeister Jost Egen und Vertretern des Kreisumweltamts geplant. Eine etwaige Sanierung des Platzes, wie sie kürzlich schon in Dielingen durchgeführt wurde, könne noch immer vom Land mit 80 Prozent bezuschusst werden. „Es soll keine große Aufregung entstehen. Uns ist nur Klarheit wichtig, dass wir unsere Kinder und Spieler beruhigt auf den Platz schicken können“, meint Frank Wübker, Vorsitzender des SV  Eggetal.

Quelle: Neue Westfälische

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